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ⓘ Daniel Ernst Jablonski



Daniel Ernst Jablonski
                                     

ⓘ Daniel Ernst Jablonski

Daniel Ernst Jablonski war ein böhmisch-polnisch-deutscher Theologe, Hofprediger in Berlin, Senior des polnischen Zweiges der Brüder-Unität sowie Mitbegründer der späteren Preußischen Akademie der Wissenschaften, die auf Gottfried Wilhelm Leibniz zurückgeht.

                                     

1. Herkunft

Sein Vater war Peter Figulus-Jablonský 1617–1670. Er war Protestant und musste Böhmen nach einem Edikt von Ferdinand II. im Jahr 1627 verlassen. Er kam nach Lissa und wurde 1654 Prediger der Gräfin Dorothea Sibylla von Dönhoff. Seine Mutter war Elisabeth Comenius nach 1628-nach 1670 eine Tochter des Johann Amos Comenius. Sein Bruder Johann Theodor Jablonski 1654–1731 war bis 1725 ständiger Sekretär der Preußischen Akademie der Wissenschaften und Herausgeber des Allgemeinen Lexikons der Künste und Wissenschaften.

                                     

2. Leben und Werk

Jablonski besuchte das Gymnasium in Polnisch-Lissa und studierte 1677–1678 Theologie in Frankfurt Oder. 1679 war er vorübergehend Lehrer an einer Schule des Fürsten Radziwiłł im litauischen Birsen. Zwischen 1680 und 1683 studierte er in Oxford und wurde im Anschluss Feldprediger. 1686 wurde er Rektor am Gymnasium in Polnisch-Lissa. 1688 heiratete er in Polnisch-Lissa Barbara Fergushill, mit der er 16 Kinder haben sollte. 1691 wechselte er als Hofprediger nach Königsberg. 1693 wurde er nach Berlin gerufen, um die Nachfolge des Hofpredigers Georg Conrad Bergius anzutreten. In Berlin widmete er sich vor allem der Gründung und Hege der Brandenburgischen Societät der Wissenschaften, Betreuung der Reformierten in Südost- und Osteuropa sowie dem Unionsversuch der beiden protestantischen Glaubensbekenntnisse. Am 11. Juni 1713 wurde Jablonski zum Fellow of the Royal Society gewählt. 1718 wurde er ins lutherische Konsistorium berufen. 1728 wurde er Kirchenrat im Reformierten Kirchendirektorium. Jablonski galt als vorbildlicher Prediger und stand mit zahlreichen Persönlichkeiten in Korrespondenz. Darunter Gottfried Wilhelm Leibniz, August Hermann Francke, John Sharp 1643–1714, von 1691 bis 1714 Erzbischof von York und Ezechiel Spanheim.

Zusammen mit Gottfried Wilhelm Leibniz gründete er 1700 die Brandenburgische Societät der Wissenschaften und war zeitweilig Vizepräsident sowie von 1733 bis 1741 Präsident der Societät.

                                     

3. Familie

Er heiratete 1688 in Lissa Barbara Fergushill 1671–1723, Tochter des Alexander Fergushill † 1699, ein wegen seines Glaubens aus Schottland ausgewanderter Kaufmann. Das Paar hatte 13 Kinder, darunter:

  • Daniel Gottlob * 1696, königlicher Kammerdiener
  • Friedrich Wilhelm 1706–1760, Hofprediger an der Dreifaltigkeitskirche in Berlin
  • Marie ∞ Wilhelm von Irwing, Kammergerichts-, Oberkonsistorial- und Schulrat in Berlin Eltern von Karl Franz von Irwing
  • Charlotte ∞ Christian Scholtz 1697–1777, Pfarrer in Züllichau, dann Hofprediger in Berlin, Sprachforscher
  • Paul Ernst 1693–1757, Professor der Theologie und Philologie sowie reformierter Prediger in Frankfurt an Oder ∞ Sophie Charlotte Bergius
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