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ⓘ Maximilian Gritzner



Maximilian Gritzner
                                     

ⓘ Maximilian Gritzner

Maximilian Gritzner war ein deutscher Heraldiker und Kenner der Phaleristik, der Ordenskunde. Als Geheimrat im Berliner Innenministerium war er für Geschlechts- und Gemeindewappen im wilhelminischen Preußen verantwortlich.

                                     

1. Herkunft

Sein Vater war der Rechtsanwalt und Notar Adolf Gritzner 1810–1859, seine Mutter dessen Ehefrau Friederike von Dresky 1821–1878, eine Tochter des preußischen Majors Ferdinand von Dresky und der Charlotte von Conring 1794–1830.

                                     

2. Leben

Nach seinem Abitur ging er zum 1862 zum Militär. Er zog 1866 als Premierleutnant in den Deutschen Krieg und wurde bei Königgrätz schwer verwundet, so dass ihm Bein amputiert werden musste. 1867 wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen, war noch kurz im Ersatzheer und 1870/71 im Heimatkriegsdienst. Ab 1872 kam er in das preußische Innenministerium, wo er ab 1875 in dessen Bibliothek tätig war. Er wurde dort königlich-preußischer Kanzleirat.

Bruno Bernhard Heim nennt Gritzner denjenigen, der im Jahre 1889 die "definitive Terminologie der deutschen Heraldik" festgelegt hat. Gritzner publizierte 1893 ein Handbuch der Ritter- und Verdienstorden und war als Preußischer Herold für die Enttarnung einiger Hochstapler, die sich selbst nobilitiert hatten, verantwortlich. Auch zeichnete Gritzner für die Überarbeitung mehrerer Bände des Großen Wappenbuches von Johann Siebmacher verantwortlich.

Die Gritznerstraße in dem Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf und eine Schule wurden nach ihm benannt.

                                     

3. Familie

Er heiratete 1870 in Berlin Clara Helling * 1849, Tochter des Regierungsgeometers Friedrich Heling und der Marie Küß. Das Paar hatte vier Söhne und drei Töchter. Sein Sohn Erich Gritzner wurde ein bekannter deutscher Heraldiker, Archivar und letzter königlich-sächsischer Heroldsmeister. Sowohl Maximilian Gritzner Ehrenmitglied 1883 als auch sein Sohn Erich Gritzner waren Mitglieder der Burschenschaft Roter Löwe Leipzig.

                                     

4. Werke Auswahl

  • Band 3: Wappentafel 385–585 nebst Text, L–R Digitalisat
  • Band 2: Wappentafel 210–384 nebst Text, E–K Digitalisat
  • Band 1: Wappentafel 1–209 nebst Text, A–D Digitalisat
  • Wappenalbum der gräflichen Familien Deutschlands und Österreich-Ungarns. Weigel, Leipzig 1885–1890 Digitalisat
  • Band 4: Wappentafel 586–700 nebst Text, S–Z Digitalisat
  • Flaggen und Banner. Bauer & Raspe, Nuernberg 1878 Digitalisat
  • Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-Preußischen Standeserhöhungen und Gnadenacte von 1600–1873. Berlin 1874 Digitalisat; Digitalisat
  • Bayerisches Adels-Repertorium der letzten drei Jahrhunderte, nach amtlichen Quellen gesammelt und zusammengestellt. Starke, Görlitz 1880.
  • Band 1: Anhalt bis Bayern Digitalisat
  • Briefadel in Preußen. 1873.
  • Der Adel des Grossherzogtums Oldenburg. Bauer & Raspe, Nuernberg 1872 Digitalisat
  • Band 2: Braunschweig bis Württemberg Digitalisat
  • Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte deutscher Landesfürsten während der letzten drei Jahrhunderte. 2 Bde., Starke, Görlitz 1880/1881 Digitalisat
  • Die altpreussischen aufgehobenen Dom-Kollegiate, deren innere Verfassung und ihre Orden und Ehrenzeichen. Biblio, Osnabrück 1987, ISBN 3-7648-1073-4.
  • Grundsätze der Wappenkunst, verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie. Bauer & Raspe, Nürnberg 1889–1890 Digitalisat; Nachdruck unter dem Titel Großes und allgemeines Wappenbuch. Bremen 2012.
  • Amyntha. Ein Rheinischer Sang. Elischer Nachf., Leipzig 1892.
  • Handbuch der im Deutschen Reiche, in Oesterreich-Ungarn, Dänemark, Schweden und den russischen Ostseeprovinzen bestehenden Damen-Stifter und im Range gleichstehender Wohlthätigkeitsanstalten, nebst den Ordenszeichen der Ersteren. Keller, Frankfurt a. M. 1893.
  • Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt. Leipzig 1893; Nachdruck: Reprint-Verlag, Holzminden 2000, ISBN 3-8262-0705-X.
  • Handbuch der heraldischen Terminologie in zwölf germanischen und romanischen Zungen. Bauer & Raspe, Nürnberg 1890.
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