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ⓘ En no Gyōja



En no Gyōja
                                     

ⓘ En no Gyōja

En no Gyōja, auch En no Ozunu/Ozuno genannt, ist ein sagenumwobener Asket, Heilkundiger und Magier des japanischen Altertums. Der buddhistisch geprägte Name E no Ubasoku entstand nach seinem Tod. Im Jahre 1799 wurde ihm durch den Tennō Kōkaku der posthume Name Jinben Daibosatsu verliehen. Die japanischen Bergasketen verehren ihn als Ahnherren des Shugendō.

                                     

1. Lebenslauf

Die einzigen Quellen, die der Figur des En no Gyōja eine gewisse Historizität verleihen, sind das Shoku Nihongi Fortsetzung des Nihongi aus dem achten Jahrhundert und das Nihon Ryōiki Aufzeichnungen über Wunder in Japan aus dem neunten Jahrhundert. Alle anderen Texte geben noch spätere Einordnungen und Erzählungen wieder.

Dem Nihon Ryōiki zufolge soll En no Gyōja im Jahr 634 im Dorf Kayahara, Katsuragi no Kami no Kōri Bezirk Ober-Katsuragi, Provinz Yamato 大和国葛木上郡茅原村 ; heute Gose, Präfektur Nara als Sprössling der Familie Kamo no E no Kimi 加茂役公, auch 賀茂役君 geboren worden sein. Seine Familie, die später die Priester des Kamo-Schreins stellte, hatte seit Generationen Kräuterkenner und Heiler hervorgebracht. Auch er setzte diese Tradition fort.

Er soll später in die Katsuragi-Berge gegangen sein und bei seinen Übungen, die ihn bis in die Region um Yoshino und Ōmine führten, zahlreiche heilige Gipfel erklommen haben. Dem Shoku Nihongi zufolge unterwarf er zwei grimmige Dämonen 鬼神, kijin, die für ihn Wasser holten und Feuerholz sammelten. Nachdem ihn seiner Schüler namens Karakuni no Muraji Hirotari 韓国連広足 bezichtigte, mit schädlicher Magie das Volk in Unruhe zu versetzen, wurde er 699 in die Provinz Izu verbannt. Die Verbannung und ihr Hintergrund sind im Shoku Nihongi registriert. Möglicherweise geht die Erzählung auf einen Streit um Quecksilbervorkommen in der von ihm genutzten Bergregion zurück.

Zwar gibt es keine historischen Belege hierfür, doch gilt En no Gyōja als Begründer des Shugendō, einer vom Shintoismus, Daoismus sowie vom Shingon-Tendai-Buddhismus geprägten synkretistischen Religion. Hinsichtlich ihrer asketischen Übungen in den Bergen berufen sich die Yamabushi genannten Anhänger dieser Schule auf seine Praktiken. Historisch bedeutsam ist der Beitrag des Mönchs Shōbō, genannt Rigen Daishi, nicht nur durch seine Verknüpfung des Shugendō mit Konzepten des esoterischen Shingon-Buddhismus, sondern auch durch seine Gründung von Tempeln und Exerzitienwegen Ōmine Okugakemichi in der Region um Yoshino-yama.

                                     

2. Einflussreiche Legenden

In den Katsuragi-Bergen stößt En no Gyōja auf ein Skelett, dass von ihm aus einer früheren Existenz stammt. Maitreya offenbart ihm das Mantra des Kujaku Myōō 孔雀明王, mit dem er den vajra aus der Hand des Skeletts löst.

Auf dem "Goldgipfel-Berg" Kimpusen offenbart sich ihm der Avatar Zaō Gongen, der später zu den Hauptgottheiten des Shugendō wurde. Der Name des Kimpusen-Tempels Kimpusen-ji bezieht sich auf diese Offenbarung.

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