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ⓘ Heinrich Gottlob Gräve



                                     

ⓘ Heinrich Gottlob Gräve

Der Sohn des Bautzner Schneidermeisters Johann Gottfried Gräve erfuhr eine humanistische Schulbildung in seiner Heimatstadt und studierte von 1790 bis 1797 in Leipzig Jura. Danach war er ab 1800 Oberamtsadvokat in Bautzen und später Ratsherr und Senator in Kamenz.

Gräve trat 1821 oder 1822 der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften bei. Er entwickelte ein regionalhistorisches und volkskundliches Interesse, das sich während seiner letzten drei Lebensjahrzehnte in vielzähligen Veröffentlichungen widerspiegelte. Grundlage seiner volkskundlichen Texte bildeten häufig Gewährspersonen, deren Sprache er authentisch wiedergab.

                                     

1. Werke

  • Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz. Bautzen: Reichel, 1839 Google Bücher, Volltext auf Wikisource
  • Gotthold Ephraim Lessings Lebensgeschichte: oder, Lessing als Mensch. Leipzig: Paul Gotthelf Kummer, 1829 Google Bücher
  • Georg Kastriotto: Eine biographische Skizze der Vorwelt, Vergleichung mit der Gegenwart darbietend. Meissen: Klinkicht; Leipzig: Mittler, 1828
  • Vertraute Briefe eines schwedischen Offiziers an seinen Freund in Wien: als ein Beitrag zur Geschichte damaliger Zeiten u. d. Feldzügen Karl XII. geschrieben in d. Jahren 1698–1740. Aus dem Lateinischen in 2 Bänden, Görlitz: Anton, 1811
  • Rückblicke in die Geschichte der Vorzeit. Görlitz, 1810
  • Heinrich Theodor Wehle, Landschaftsmaler, in: Zeitung für die elegante Welt Nr. 207, 16. Oktober 1812, Sp. 1647–1652

Daneben finden sich eine Anzahl von Aufsätzen im Neuen Lausitzischen Magazin, darunter:

  • Johann Capistran, 1832, S. 182–195 Google Bücher
  • Ueber die Altargemälde in der Kirche zu Elstra in der königl. sächs. Oberlausitz, 1824, S. 141–154 SLUB Dresden
  • Michael Hemme, 1846, S. 130–134 Google Bücher
  • M. Bartholomäus Scultetus, Bürgermeister zu Görlitz, 1824, S. 455–605 SLUB Dresden
  • Erinnerungen an den alten Lausitzischen Botaniker Joachim Burser – Burscher oder – Burserius, 1832, S. 198–200 Google Bücher
  • Der kluge Mönch von Kamenz, 1832, S. 446–453 Google Bücher
  • Das Altargemälde zu Kamenz, 1828, S. 187–200 Google Bücher
  • Ueber ein wenig bekanntes Kunstwerk in der Oberlausitz von Balthasar Permoser, 1833, S. 508–520 Google Bücher
  • Caspar Dulichius, 1838, S. 397–400 SLUB Dresden
  • Ueber einige der vorzüglichsten Altarstücke in der St. Petrikirche zu Budissin, 1830, S. 198–220 Google Bücher
  • Einiges die St. Annenkirche und das ehemalige Franziskanerkloster zu Kamenz u. w. d. a. nebst den in Erster befindlichen Alterthümern betreffend, 1842, S. 138–150 Google Bücher
  • Ueber die Tracht der Sorbenwendin, 1833, S. 342–347 Google Bücher
  • Aldringer’s Bedenken, 1826, S. 429–469 SLUB Dresden
  • Volkssagen in der Lausitz, 1838, S. 127–138 SLUB Dresden, Volltext auf Wikisource
  • Ein Brief über Gotth. Ephr. Lessing, 1831, S. 527–532 Google Bücher
  • Rückerinnerung, 1831, S. 1–38 Google Bücher
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