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ⓘ Walther Grosse (Jurist)



                                     

ⓘ Walther Grosse (Jurist)

Nach seinem Studium an der Universität Göttingen war Grosse zuerst als Referendar in Halberstadt und danach als Assessor in Quedlinburg tätig, bevor er 1915 Amtsrichter in der Kreisstadt Wernigerode wurde. Hier lernte er den Archivar und Historiker Eduard Jacobs kennen, durch den er eine enge Beziehung zum Harzverein für Geschichte und Altertumskunde erhielt, die fortan sein weiteres Leben bestimmte. Grosse wurde 1. Vorsitzender dieses Vereins. Dieses Amt erfüllte er bis zum Ende seines Lebens. Gleichzeitig war er Mitglied der historischen Kommission und der Denkmälerkommission der preußischen Provinz Sachsen. Als Jurist gehörte er dem Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund an.

Ende 1941 wurde Grosse operativ das rechte Auge entfernt, da sich an dessen innerer Augenwand ein Tumor gebildet hatte.

                                     

1. Werke Auswahl

  • Das Kloster Wendhausen, sein Stiftergeschlecht und seine Klausnerin. In: Sachsen und Anhalt 16 1940, S. 45–76.
  • Geschichte der Stadt und Grafschaft Wernigerode in ihren Forst-, Flur- und Straßennamen, Wernigerode 1929
  • Die Freie Reichsherrschaft Schauen, 1928
  • Die Geschichte des Harzes im Spiegel der Sage, Wernigerode
  • Heinrich Gustav Brecht, in: Mitteldeutsche Lebensbilder, 1. Band Lebensbilder des 19. Jahrhunderts, Magdeburg 1926, S. 308–322
  • Der Brocken – Abhandlungen über Geschichte und Natur des Berges, mit Rudolf Schade Herausgeber und Adolf Rettelbusch Illustrationen, Vlg. E.Appelhans & Co., Braunschweig 1926
  • mit Hermann Goern, Hermann Wäscher Die Lauenburg im Ostharz = Forschungen zur Denkmalpflege in der Provinz Sachsen, Querfurt 1940
                                     

2. Würdigung

1990 wurde in seiner Heimatstadt Wernigerode eine Straße im Stadtfeld nach ihm benannt. Ferner trägt die Bibliothek des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde in der Harzbücherei Wernigerode mit rund 2000 Büchern den Namen Walther-Grosse-Bibliothek.

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