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ⓘ Hirsch Smolar



                                     

ⓘ Hirsch Smolar

Hirsch Smolar war ein jiddischer Schriftsteller und Journalist, kommunistischer Anführer in Polen und in Sowjetrussland, sowie sozialer Aktivist der jüdischen Gemeinde in Polen.

                                     

1. Leben und Wirken

Hirsch Smolar wurde 1905 in Zambrów, Polen, geboren. Er war bereits in jungen Jahren in der kommunistischen Partei aktiv und lebte von 1920 bis 1928 in der Sowjetunion. Er studierte in Moskau an der Jüdischen Abteilung der Kommunistischen Universität der nationalen Minderheiten des Westens KUNMS und schrieb für jiddische Jugendpublikationen. 1928 wurde er als Komintern-Agent nach Polen geschickt. Für diese Aktivitäten verhaftet, verbrachte er vier Jahre im Gefängnis.

Er arbeitete nach der Annexion polnischer Ostgebiete durch die Sowjetunion im Jahr 1939 bis Juli 1941 in der Białystoker Zweigstelle des Schriftstellerverbandes der Weißrussischen SSR und war Redakteur der sowjetischen jüdischen Zeitung Bialystoker Stern. Nach der deutschen Besetzung der Region im Jahr 1941 organisierte er den Widerstand im Ghetto Minsk bevor er floh und eine Partisanenabteilung kommandierte. Smolar veröffentlichte nach dem Krieg seine Erinnerungen an den Widerstandskampf im Minsker Ghetto jidd. Fun Minsker geto Vom Minsker Ghetto); Moskau: Der Emes russisch Дер Эмес 1946; russ. Mstiteli Getto Die Rächer des Ghettos, Moskau 1947.

Im von Ilja Ehrenburg herausgegebenen Schwarzbuch ist von ihm ein Beitrag über den Holocaust in der Stadt Minsk "Das illegale Kampfzentrum im Minsker Ghetto" enthalten.

Er kehrte 1946 nach Polen zurück, wo er die Abteilung Jüdische Kultur beim Zentralkomitee der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei PZPR leitete und an der jiddischsprachigen Zeitung Folks-shtime Volksstimme, dem Organ der Kommunistischen Partei auf jiddisch, mitwirkte.

Von 1950 bis 1962 war der Vorsitzende der 1950 gegründeten Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Juden in Polen poln. Towarzystwo Społeczno-Kulturalne Żydów w Polsce TSKŻ).

Sein von vielen Zeitschriften weltweit nachgedruckter oder zitierter Leitartikel Undzer veytik un undzer treyst Unser Schmerz und unser Trost aus der Folks-shtime vom 4. April 1956 wurde David Sfard und Gennady Estraikh zufolge die erste halboffizielle Informationsquelle über die Liquidation der sowjetisch-jüdischen Kulturinstitutionen und ihrer führenden Persönlichkeiten in den Jahren 1948/52.

1968 wurde er aus allen Ämtern entlassen siehe auch März-Unruhen. Er ging 1970 nach Paris und emigrierte 1971 nach Israel, wo er auch auf wissenschaftlichem Gebiet tätig war. Er ist auf dem Friedhof des Kibbuz Schefajim Zentralbezirk begraben.

                                     

2. Familie

Hersch Smolar war mit Walentyna Najdus 1909–2004 verheiratet. Sie hatten zwei Söhne: Aleksander geb. 1940 und Eugeniusz geb. 1945. Seine Enkelin ist Anna Smolar geb. 1980, eine Theaterdirektorin in Frankreich.

                                     

3. Publikationen

  • Vu Bistu Khaver Sidorov? "Wo bist du, Kamerad Sidorow?" 1975.
  • A Posheter Zelner. "Der einfache Soldat" 1952 – Theaterstück.
  • Sovetishe yidn hinter geto-tsoymen. Sowjetische Juden hinter Ghetto-Zäunen, 1986
  • Oyf der Letster Pozitsye mit der Letster Hofenung. Auf der letzten Position mit der letzten Hoffnung, 1982
  • Fun ineveynik. Zikhroynes vegn der Yevsektsye. "Von Innen: Erinnerungen an die Jewsekzija" Y.L. Peretz Farlag, Tel Aviv 1978.
  • Fun Minsker geto Vom Minsker Ghetto. Moskve Żydzi bez żółtych łat. Szkice.
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